Graue Betonwand mit Poren und horizontalen Rillen.
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Juni 2026: Innovative Mischtechnik für den 3D‑Betondruck: Wie Kniele die digitale Bauweise voranbringt

Industrieroboter druckt Beton schichtweise zu gebogener Wand in Werkhalle, 3D-Betondruck im Einsatz.

Juni 2026: Innovative Mischtechnik für den 3D-Betondruck: Wie Kniele die digitale Bauweise voranbringt

Herausforderung 3D‑Betondruck: Präzision auf engstem Raum

Der Shotcrete‑3D‑Printing‑Prozess stellt besonders hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. Kurze Reaktionszeiten, konstante Materialqualität und eine reibungslose Abstimmung zwischen Mischen, Fördern und Drucken sind unerlässlich.
Im DBFL der TU Braunschweig kam eine weitere Herausforderung hinzu: sehr begrenzte Platzverhältnisse, eine vorhandene Grube sowie eine reduzierte Bauhöhe durch den Hallenkran. Ein detaillierter 3D‑Scan des Bestands bildete die Grundlage für die passgenaue Planung der Anlage.

Das Anlagenkonzept: Kompakt, flexibel und digital steuerbar

Trotz der engen Platzverhältnisse konnte eine kompakte und wartungsfreundliche Mischanlage realisiert werden. Herzstück der Anlage ist ein Kniele Konusmischer KKM 375/550, der speziell für den Shotcrete‑3D‑Printing‑Prozess ausgelegt ist.

Zentrale Komponenten der Anlage:

  • 3‑fach Big‑Bag‑Station mit separaten Puffersilos
  • Platzsparende Befüllung über gemeinsamen elektrischen Kettenzug
  • Präzise Dosierung der Rohstoffe über Förderschnecken und Zementwaage
  • Wasserdosierung mit Grob‑ und Feindosierung
  • Zusatzmittelwaage (Fa. Würschum), vollständig integriert
  • Mischerzwangsentstaubung für saubere Betriebsbedingungen
  • Digitale Anlagensteuerung und Leistungsteil von Bikotronic

Die digitale Steuerung ermöglicht eine dynamische Anpassung der Betonrezeptur – ein entscheidender Faktor für reproduzierbare Ergebnisse im 3D‑Betondruck.

Nahtlose Integration in den Druckprozess

Unterhalb des Mischers befindet sich ein Nachsilo, das als Puffer für einen kontinuierlichen Pump‑ und Druckprozess dient. Die umgebaute Betonpumpe mit Aufsatztrichter und Rührwerk sorgt für einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Materialfluss bis zum Roboter und Druckkopf.
Abweichungen in Konsistenz oder Förderverhalten können direkt erkannt und über die Steuerung ausgeglichen werden – ein wesentlicher Beitrag zur Prozesssicherheit.

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Forschung und Industrie

Die Umsetzung erfolgte in enger Kooperation zwischen der Kniele GmbH und den Projektpartnern der TU Braunschweig, darunter Dr.-Ing. Jeldrik Mainka, Prof. Harald Kloft und Prof. Dr.-Ing. Dirk Lowke. Der kontinuierliche fachliche Austausch war entscheidend für den Projekterfolg.

Fazit: Mischtechnik als Schlüssel für den 3D‑Betondruck

Mit der realisierten Mischanlage im DBFL beweist Kniele, wie maßgeschneiderte Mischtechnik, digitale Steuerung und kompakte Bauweise den 3D‑Betondruck mit Spritzbeton zuverlässig ermöglichen.
Das Projekt unterstreicht die Rolle der Kniele GmbH als Innovationspartner für anspruchsvolle Mischprozesse und als wichtigen Treiber der digitalen Bauweise.

Große Misch- und Förderanlage aus Metall mit Treppen und Plattformen in Industriehalle, technische Versuchsanlage sichtbar.
Metallische Mischanlage mit Trichter, Motor und Rohrleitungen auf Plattform in Industriehalle, Teil einer technischen Versuchsanlage.